"Ab ins Körbchen“ - warum die Position des Liegeplatzes sehr wichtig für die Erziehung deines Hundes ist
🐶 “Ab ins Körbchen!” – Warum der Liegeplatz viel mehr ist als nur ein Schlafplatz
Viele Hunde haben ein Körbchen oder eine Decke. Doch wie viele nutzen ihren Liegeplatz wirklich als Ort der Ruhe und Entspannung?
Für manche Hunde bedeutet das Körbchen:
➡️ “Dort muss ich bleiben, wenn Besuch kommt.”
➡️ “Dort bekomme ich meinen Kauknochen.”
➡️ “Dort lande ich, wenn mein Mensch genervt ist.”
Dabei sollte der Liegeplatz etwas ganz anderes sein: ein sicherer Rückzugsort, an dem dein Hund abschalten kann.
💚 Ruhe ist genauso wichtig wie Beschäftigung.
Ein gesunder erwachsener Hund verbringt einen Großteil seines Tages mit Schlafen oder Dösen – häufig 16 bis 20 Stunden. Das ist kein Zeichen von Langeweile, sondern ein wichtiges Grundbedürfnis.
Trotzdem erleben viele Hundetrainer Hunde, die kaum gelernt haben, zur Ruhe zu kommen. Sie beobachten ständig ihre Menschen, laufen ihnen hinterher oder sind dauerhaft in Erwartung der nächsten Aktion.
Dabei brauchen Hunde heute oft nicht noch mehr Beschäftigung – sondern vielmehr die Fähigkeit, zwischen Aktivität und Entspannung umzuschalten.
Warum der richtige Liegeplatz so wichtig ist
Der Liegeplatz sollte:
✔️ ruhig liegen,
✔️ nicht mitten im Durchgang sein,
✔️ genügend Abstand zum Trubel bieten,
✔️ aber trotzdem so platziert sein, dass der Hund am Familienleben teilnehmen kann, ohne ständig im Mittelpunkt zu stehen.
Der Hund soll dort beobachten dürfen, ohne sich verantwortlich fühlen zu müssen.
So wird die Decke zum Wohlfühlort
Der Aufbau gelingt am besten über positive Erfahrungen und in kleinen Schritten.
🐾 Lege die Decke zunächst in einer ruhigen Umgebung aus.
🐾 Führe deinen Hund freundlich dorthin oder warte, bis er sie von selbst betritt.
🐾 Sobald alle vier Pfoten auf der Decke stehen, markiere das Verhalten mit einem Lobwort oder Marker und belohne.
🐾 Nach und nach kannst du ruhiges Stehen, Sitzen oder Liegen auf der Decke verstärken.
🐾 Erst wenn dein Hund entspannt liegen bleibt, verlängerst du langsam die Dauer oder erhöhst vorsichtig die Ablenkung.
Wichtig ist dabei: Belohnt wird vor allem Ruhe. Nicht Aufregung, nicht Erwartung – sondern entspanntes Liegen.
Der Liegeplatz ist keine Strafe
Schicke deinen Hund niemals als Konsequenz für unerwünschtes Verhalten auf seine Decke. Der Ruheplatz soll immer mit Sicherheit, Entspannung und positiven Erfahrungen verbunden bleiben.
Ebenso wichtig: Wenn dein Hund dort schläft oder döst, sollte er möglichst nicht gestört werden. Besonders Kinder können hier lernen, dass der Liegeplatz die persönliche Ruhezone des Hundes ist.
Ruhe muss genauso trainiert werden wie Sitz oder Rückruf
Viele Hunde können rennen, spielen und arbeiten – aber nur wenige haben gelernt, wirklich zu entspannen.
Dabei ist genau diese Fähigkeit die Grundlage für:
🐾 bessere Impulskontrolle,
🐾 weniger Stress,
🐾 mehr Gelassenheit im Alltag,
🐾 und eine stabile Mensch-Hund-Beziehung.
Ein entspannter Hund ist nicht gelangweilt – sondern ausgeglichen.
💬 Wie ist das bei euch? Hat euer Hund einen festen Ruheplatz oder liegt er lieber immer dort, wo ihr gerade seid?


