Myla hatte mehr Lebensfreude, als ich...

(M)eine Geschichte.
Selbstfürsorge für Hundemenschen ist kein Egoismus – sondern Verantwortung
Wie oft höre ich diesen Satz im Alltag mit Hundemenschen: „Ich muss erst noch mit dem Hund raus, dann erledige ich das, und fürs Training habe ich vor 20 Uhr sowieso keine Zeit.“ Oder ähnlich. Und meistens steckt dahinter kein böser Wille, sondern einfach ein voller Alltag, viele Verpflichtungen und das Gefühl, allen gerecht werden zu müssen.
Aber genau hier liegt ein entscheidender Denkfehler.
Hundetraining ist nichts, das einmal am Wochenende stattfindet oder in eine feste Stunde am Tag gepresst werden kann. Hundetraining passiert immer. Jeden Moment, in dem dein Hund dich beobachtet, dich begleitet, dich versteht oder eben auch nicht versteht. Denn Hunde leben nicht neben uns, sie leben mit uns. Und sie sind Meister darin, unsere Stimmung, unsere Klarheit und unsere innere Haltung zu lesen.
Das bedeutet, sie lernen ständig. Auch dann, wenn wir gerade nicht bewusst „trainieren“.
Und genau deshalb ist ein weiterer Punkt so wichtig: Hunde achten nicht nur darauf, was wir tun, sondern auch darauf, wie es uns geht. Sie orientieren sich an unserer Energie, unserer Ruhe oder unserer Unruhe. Nicht aus Berechnung, nicht aus Egoismus, sondern aus purem Selbsterhaltungstrieb. Ein Hund sucht Sicherheit. Und Sicherheit findet er dort, wo Klarheit und innere Stabilität sind.
Und jetzt kommt die Frage, die viele von uns betrifft:
Warum stellen wir Menschen uns so oft selbst hinten an?
Warum kommt der Hund zuerst, dann die Arbeit, dann die Familie, dann alles andere und irgendwann vielleicht wir selbst, wenn noch Zeit übrig bleibt?
Selbstfürsorge hat nichts mit Egoismus zu tun. Sie ist die Grundlage dafür, dass wir überhaupt in der Lage sind, klar, ruhig und fair mit unserem Hund zu sein. Ein erschöpfter, gestresster oder innerlich leerer Mensch kann keine klare Führung geben. Nicht, weil er es nicht will, sondern weil die eigene Energie fehlt.
Wenn wir beginnen, uns selbst ernst zu nehmen, verändert sich nicht nur unser eigenes Leben. Es verändert sich auch unser Hund. Denn ein Hund, der einen ausgeglichenen Menschen an seiner Seite hat, muss weniger „mitdenken“, weniger kompensieren und weniger selbst entscheiden.
Das ist der Kern von echter Verbindung.
Ich fühle das so sehr, weil ich genau dort selbst einmal stand.
April 2024, mein Hund bekam eine Diagnose, die unser Leben komplett verändert hat. Ich wusste aus meinem Leben vor der Hundetrainerzeit, was Diabetes bedeutet, und ich hatte sowohl medizinisches Wissen als auch fachliches Trainingswissen. Und trotzdem hat all das nicht gereicht, weil ich nur noch funktionieren wollte. Ich wollte alles richtig machen, für meinen Hund da sein, für meine Kunden, für Freunde und Familie.
Und dann kam der Punkt, an dem genau dieses „Ich muss“ unser Leben bestimmt hat. Ich musste funktionieren für meinen Hund, ich musste funktionieren für meine Arbeit, ich musste funktionieren für alle anderen. Bis ich irgendwann erkannt habe: So kann es nicht weitergehen.
Meine Hündin hatte mehr Lebensfreude als ich selbst.
Dieser Satz hat alles verändert.
Ab diesem Moment habe ich angefangen, mich auch um mich selbst zu kümmern. Nicht als Luxus, sondern als Notwendigkeit. Ich habe angefangen, viel tiefer in die Themen Hund, Gesundheit und Nervensystemregulation einzutauchen. Nicht nur theoretisch, sondern aus echter Erfahrung heraus.
Heute begleite ich Menschen und ihre Hunde mit genau diesem Wissen. Mit Fachwissen, aber auch mit dem, was mich mein eigener Weg gelehrt hat.
Und ich kann heute dankbar sagen: Ich habe es mir nicht ausgesucht, dass meine Hündin diese Diagnose hat. Aber ich weiß, dass wir uns gegenseitig haben. Und genau das hat uns getragen.
Und wenn ich heute darauf schaue, dann sehe ich nicht nur die Herausforderung. Ich sehe auch, wie viel Leben in jedem einzelnen Tag steckt, wenn wir aufhören, nur zu funktionieren.
Denn am Ende werden wir alle eines Tages gehen. Aber bis dahin haben wir jeden einzelnen Tag die Möglichkeit, wirklich zu leben. Das Beste aus unserer Situation zu machen. Mit unserem Hund, mit uns selbst, mit unserem Leben.
Denn jeder Hund und jeder Mensch ist einzigartig und hat genau deshalb das Recht, gesehen, verstanden und wirklich begleitet zu werden – auch von uns selbst.
Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst und spürst, dass es Zeit ist, etwas zu verändern, dann warte nicht auf den perfekten Moment. Dein Hund braucht nicht mehr „irgendwann“, er braucht dich jetzt – klar, präsent und bei dir selbst angekommen. Wenn du dir Unterstützung auf diesem Weg wünschst, begleite ich dich gern dabei, wieder Verbindung, Ruhe und echte Führung in euren Alltag zu bringen.
Selbstfürsorge für Hundemenschen ist kein Egoismus – sondern Verantwortung
Wie oft höre ich diesen Satz im Alltag mit Hundemenschen: „Ich muss erst noch mit dem Hund raus, dann erledige ich das, und fürs Training habe ich vor 20 Uhr sowieso keine Zeit.“ Oder ähnlich. Und meistens steckt dahinter kein böser Wille, sondern einfach ein voller Alltag, viele Verpflichtungen und das Gefühl, allen gerecht werden zu müssen.
Aber genau hier liegt ein entscheidender Denkfehler.
Hundetraining ist nichts, das einmal am Wochenende stattfindet oder in eine feste Stunde am Tag gepresst werden kann. Hundetraining passiert immer. Jeden Moment, in dem dein Hund dich beobachtet, dich begleitet, dich versteht oder eben auch nicht versteht. Denn Hunde leben nicht neben uns, sie leben mit uns. Und sie sind Meister darin, unsere Stimmung, unsere Klarheit und unsere innere Haltung zu lesen.
Das bedeutet, sie lernen ständig. Auch dann, wenn wir gerade nicht bewusst „trainieren“.
Und genau deshalb ist ein weiterer Punkt so wichtig: Hunde achten nicht nur darauf, was wir tun, sondern auch darauf, wie es uns geht. Sie orientieren sich an unserer Energie, unserer Ruhe oder unserer Unruhe. Nicht aus Berechnung, nicht aus Egoismus, sondern aus purem Selbsterhaltungstrieb. Ein Hund sucht Sicherheit. Und Sicherheit findet er dort, wo Klarheit und innere Stabilität sind.
Und jetzt kommt die Frage, die viele von uns betrifft:
Warum stellen wir Menschen uns so oft selbst hinten an?
Warum kommt der Hund zuerst, dann die Arbeit, dann die Familie, dann alles andere und irgendwann vielleicht wir selbst, wenn noch Zeit übrig bleibt?
Selbstfürsorge hat nichts mit Egoismus zu tun. Sie ist die Grundlage dafür, dass wir überhaupt in der Lage sind, klar, ruhig und fair mit unserem Hund zu sein. Ein erschöpfter, gestresster oder innerlich leerer Mensch kann keine klare Führung geben. Nicht, weil er es nicht will, sondern weil die eigene Energie fehlt.
Wenn wir beginnen, uns selbst ernst zu nehmen, verändert sich nicht nur unser eigenes Leben. Es verändert sich auch unser Hund. Denn ein Hund, der einen ausgeglichenen Menschen an seiner Seite hat, muss weniger „mitdenken“, weniger kompensieren und weniger selbst entscheiden.
Das ist der Kern von echter Verbindung.
Ich fühle das so sehr, weil ich genau dort selbst einmal stand.
April 2024, mein Hund bekam eine Diagnose, die unser Leben komplett verändert hat. Ich wusste aus meinem Leben vor der Hundetrainerzeit, was Diabetes bedeutet, und ich hatte sowohl medizinisches Wissen als auch fachliches Trainingswissen. Und trotzdem hat all das nicht gereicht, weil ich nur noch funktionieren wollte. Ich wollte alles richtig machen, für meinen Hund da sein, für meine Kunden, für Freunde und Familie.
Und dann kam der Punkt, an dem genau dieses „Ich muss“ unser Leben bestimmt hat. Ich musste funktionieren für meinen Hund, ich musste funktionieren für meine Arbeit, ich musste funktionieren für alle anderen. Bis ich irgendwann erkannt habe: So kann es nicht weitergehen.
Meine Hündin hatte mehr Lebensfreude als ich selbst.
Dieser Satz hat alles verändert.
Ab diesem Moment habe ich angefangen, mich auch um mich selbst zu kümmern. Nicht als Luxus, sondern als Notwendigkeit. Ich habe angefangen, viel tiefer in die Themen Hund, Gesundheit und Nervensystemregulation einzutauchen. Nicht nur theoretisch, sondern aus echter Erfahrung heraus.
Heute begleite ich Menschen und ihre Hunde mit genau diesem Wissen. Mit Fachwissen, aber auch mit dem, was mich mein eigener Weg gelehrt hat.
Und ich kann heute dankbar sagen: Ich habe es mir nicht ausgesucht, dass meine Hündin diese Diagnose hat. Aber ich weiß, dass wir uns gegenseitig haben. Und genau das hat uns getragen.
Und wenn ich heute darauf schaue, dann sehe ich nicht nur die Herausforderung. Ich sehe auch, wie viel Leben in jedem einzelnen Tag steckt, wenn wir aufhören, nur zu funktionieren.
Denn am Ende werden wir alle eines Tages gehen. Aber bis dahin haben wir jeden einzelnen Tag die Möglichkeit, wirklich zu leben. Das Beste aus unserer Situation zu machen. Mit unserem Hund, mit uns selbst, mit unserem Leben.
Denn jeder Hund und jeder Mensch ist einzigartig und hat genau deshalb das Recht, gesehen, verstanden und wirklich begleitet zu werden – auch von uns selbst.
Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst und spürst, dass es Zeit ist, etwas zu verändern, dann warte nicht auf den perfekten Moment. Dein Hund braucht nicht mehr „irgendwann“, er braucht dich jetzt – klar, präsent und bei dir selbst angekommen. Wenn du dir Unterstützung auf diesem Weg wünschst, begleite ich dich gern dabei, wieder Verbindung, Ruhe und echte Führung in euren Alltag zu bringen.

Führst du deinen Hund – oder reagierst du nur? Gedacht ist nicht gesagt. Gesagt ist nicht gehört. Gehört ist nicht verstanden. Und verstanden ist noch lange nicht umgesetzt. Was am Ende passiert, hat oft wenig mit dem zu tun, was wir eigentlich im Kopf hatten. Neulich im Training: Ich erkläre gerade, warum wir Übungen kleinschrittig aufbauen sollten. Ich bin noch mitten im Satz – da passiert es: Der Hund springt einfach auf den Tisch. Ohne Signal. Ohne Freigabe. Ohne Absprache. Und dann passiert etwas, das wir alle kennen: Der Hund wird gestreichelt. Und gleichzeitig hört man: „Du sollst doch noch nicht springen… du musst warten.“ Und jetzt wird es wirklich spannend: Was lernt der Hund in diesem Moment? Er springt eigenständig und bekommt Aufmerksamkeit. Wir sollten uns bewusst machen: Wenn ein Hund ein Verhalten zeigt und wir darauf reagieren, können wir es unbewusst verstärken – vor allem durch die drei A’s: 👉 Ansprechen 👉 Anfassen 👉 Anschauen Für den Hund ist genau das oft schon eine Belohnung. Und so passiert es schnell, dass ein Verhalten, das wir eigentlich nicht wollen, immer häufiger gezeigt wird – weil es sich aus Sicht des Hundes lohnt. Nach der Stunde sagt eine Kundin zu mir: „Lydia, man hätte den Tisch ja auch vorher runterfahren können… das war ja auch ein bisschen gefährlich.“ Und ja – da hat sie absolut recht. Gleichzeitig zeigt dieser Moment etwas Wichtiges: Ich war gerade dabei, alles in Ruhe zu erklären. Und die eigentliche Aufgabe war gewesen, kurz zuzuhören und den eigenen Hund bei sich zu behalten. Nicht als Kritik – sondern als Einladung, genauer hinzuschauen: Führung beginnt oft genau in diesen kleinen, unscheinbaren Momenten. Denn das eigentliche Thema ist selten der Hund. Es ist unsere Wahrnehmung von Kontrolle. 👉 Führung entsteht nicht durch Worte. 👉 Führung entsteht durch klares Timing. 👉 Und durch Entscheidungen, die rechtzeitig getroffen werden. Wenn wir zögern, entscheidet unser Hund. Nicht aus Trotz – sondern weil er es kann. In meiner Hundeschule lernst du, genau diese Momente zu erkennen. Klarer zu kommunizieren. Präsenter zu sein. Und deinem Hund echte Orientierung zu geben. (Foto: Myla und Bruder Simba... mit 4 Monaten)


