Wald statt Ritalin.

Neulich bin ich über drei Worte gestolpert:  „Wald statt Ritalin.“

Und sofort war da etwas in mir.
Mehrere Gefühle gleichzeitig.

Der Wald…
Er hat mir geholfen, mich wiederzufinden.
Zur Ruhe zu kommen. Klarer zu werden.

Aber ganz ehrlich?  Es gab auch andere Zeiten.

Zeiten, da hätte ich eine Stadt jederzeit dem Wald vorgezogen.
Vor allem in den Sturm-und-Drang-Phasen meiner Hündin Myla.

Ich war zwar im Wald…
aber nicht wirklich bei mir.

Und aus Myla’s Sicht?
Naja… hätte sie entscheiden dürfen,
hätte sie mich wahrscheinlich am Eingang auf eine Bank gesetzt
– oder auf einen Baumstamm –
und wäre alleine losgezogen.

„Bleib du mal hier, ich mach mein Ding.“
Und vielleicht hätte sie mich später wieder eingesammelt. ;)

Und dann war da noch dieses Gefühl…
Vor zwei Jahren.

Ich stand da und habe gesagt:
„Ich muss hier wegziehen. Mir fehlt der Wald.
Hier gibt es keinen Wald… nur Weinberge.“

Heute muss ich darüber schmunzeln.

Denn ich habe die Wälder meiner Heimat wiederentdeckt.
Nicht, weil sie plötzlich da waren –
sondern weil ich wieder bereit war, sie zu sehen.

Und vielleicht ist es genau das:
Der Wald ist nicht immer nur ein Ort.

Manchmal ist er ein Weg zurück zu dir selbst. 🌿

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